Schwarzwildgatter
Saugatter Homepage

Schon lange hatte ich den Wunsch, dass Riddick im Schwarzwildgatter zeigt, was in seiner Veranlagung liegt.

Link zum Schwarzwildgatter Hohenbarnekow

Vor zwei Jahren habe ich mit Herrn Wunderlich bereits darüber gesprochen, jedoch bis jetzt niemand gefunden, der meinen Riddick im Gatter führt.

Als ich mit Frank Haase, 2. Vorsitzender des Laika Club e.V., darüber gesprochen hatte, bot er mir spontan an, dass er meinen Riddick im Gatter in Hohenbarnekow führen würde.

Des Weiteren wollte ich Frau Thalis, Hauptzuchtwartin des Laika Club e.V., persönlich kennen lernen, da Sie mir immer hilfreiche Tipps geben konnte, wenn die Ausbilder an meinem Heimatort nicht weiter wußten.

Frau Thalis war so freundlich und buchte das Gatter für vier nordische Jagdhunde.

Am Donnerstag, 28.04.2016, machten mein Mann und ich uns mit Riddick auf den Weg ins 660 km entfernte Hohenbarnekow.

Die von Frank Haase empfohlene Pension "Landgasthaus Behrenwalde" ließ keine Wünsche offen. Herzlich wurden wir von Fam. Brinkmann empfangen und fühlten uns sofort sehr wohl. Hier ist man ein gern gesehener Gast mit Hund. In dieser Pension steigen viele Jäger ab.

Freitag Vormittag ging es erst einmal an den wunderschönen Strand von Zingst. Es war Riddicks erster Besuch am Meer und sofort stürmte er ins Wasser. Die Sonne schien und es war windstill, der Tag konnte nicht besser beginnen.

Strand 1
Strand2

Gegen 14.30 Uhr trafen wir uns am Saugatter in Hohenbarnekow. Es war ein Treffen der nordischen Jagdhunde, die da waren zwei Russisch Europäische Laiki (Rüde und Hündin), eine Westsibirsiche Laika (Hündin) und ein Jämthund (Hündin).

Ich war ein wenig hin und her gerissen, ob ich meinen Riddick überhaupt ins Schwarzwildgatter reinlassen sollte, Sauen sind wehrhaftes Wild und können durchaus gefährlich werden.

Das Schwarzwildgatter ist unterteilt in zwei Übungsgatter und hat eine Gesamtgröße von ca. 5,5 ha.

Am Schwarzwildgatter trafen wir das Gatterteam Frau Grit Steffenhagen und Herrn Mario Freitag die uns erst einmal ganz herzlich begrüßten.

Nun wurden erst einmal die Formalitäten erledigt:

1. Die Jagdscheine wurden kontrolliert.

2. Die Ahnentafel (F.C.I) oder Registrierbescheinigung entspr. Zulassung BP Jagd HBVO M-V des Hundes musste vorgelegt    werden.

3. Der Impfausweis des Hundes wurde kontrolliert.

4. Vollmacht zur Führung eines nicht eigenen Hundes muss vorliegen.

5. Die Anwesenden wurden darauf aufmerksam gemacht, dass es keine Haftung seitens des Gatters gibt, wenn dem Führer       oder dem Hund etwas passiert.

6. Bevor die Hunde ins Gatter durften, wurden der Chip kontrolliert

7. Vor dem Betreten des Gatters müssen die Schuhsohlen desinfiziert werden.

Jetzt erklärten uns Frau Steffenhagen und Herr Freitag worauf geachtet werden muss und es wurde besprochen in welchem Gatter gearbeitet wird.

Nachdem der erste Hund im Gatter war, war meine Angst um meinen Riddick etwas verflogen, zumal Frau Thalis mir sagte, dass ich mir keine Sorgen machen brauche. Weiter war Frau Thalis so nett und erklärte mir alles während der erste Hund im Gatter war.

Nun war unser Riddick an der Reihe. Als wir unseren Riddick aus dem Auto holten sagte Herr Freitag:" Da ist aber Dampf drin!". Ja unser Riddick steht immer unter Strom.

Wie anfangs beschrieben führte Frank Haase unseren Riddick.

Nachdem Riddick im Gatter war wurde er sofort geschnallt. Natürlich roch das ganze Gehege nach Sauen. Freudig lief unser Riddick mit der Nase auf dem Boden durch das Gatter, bis er auf eine Markierung einer Hündin traf. Diese wurde von ihm genaustens untersucht. Da die Sauen in unmittelbarer Nähe verhofften, hat man Riddick nun noch mal darauf aufmerksam gemacht, dass er arbeiten soll. Er hob den Kopf und sah die Sauen, ich konnte genau hören wie der Groschen gefallen ist. Mein Mann sage: "Nun geht der Punk ab!" Drei Sauen verhofften vor ihm und er rannte nun darauf zu und stellte sie sofort. In einem großen Bogen umkreiste er die drei Sauen, jedoch gab er kein Laut. Für mich sah es so aus, als ob der das Ganze erst einmal abchecken wollte. Aber dann fing er instinktiv an zu arbeiten und verbellte die Sauen. Als die Sauen sich drehten oder auf ihn zu kamen, lief er in einem großen Bogen zurück und schaute sich dabei wieder nach den Sauen um, um direkt wieder zu den Sauen zu laufen und zu verbellen.

Frau Steffenhagen hat dann zu mir gesagt:" Besser kann man es beim ersten Mal nicht machen!" Das war für mich mehr als ich jemals erwartet habe. Ich war so stolz.

Riddick wurde vom Führer abgerufen und in eine andere Ecke des Geheges gebracht. Die Sauen wurden dann an einem anderen Ort getrieben. An der Stelle wo Riddick jetzt war, wurde er wieder geschnallt und sollte die Sauen finden. Das hat er auch sofort gemacht und verbellt, jedoch nach kurzer Zeit die Lust verloren. Man hat mir erklärt, dass das vollkommen normal sei.

Wenn jemand denkt, das Schwarzwild im Gatter wäre zahm, so ist dem nicht so.

Es war für mich absolut lehrreich, meinem Hund bei der Arbeit zuzusehen. Vielen Dank an das Team vom Saugatter, Frau Steffenhagen und Herrn Freitag, an Frau Thalis für das Organisieren und Frank Haase für das Führen meines Riddicks.

Marisa schön das wir uns persönlich getroffen haben.

Erwähnen möchte ich noch die Dissertation von Frau Dr. med. vet. Janaina Müller "Untersuchung zur Stressbelastung von Hunden bei der Ausbildung zur Verhaltsanpassung am Schwarzwildgatter"

http://elib.tiho-hannover.de/dissertations/muellerj_ss09.pdf

Mit Genehmigung des Gatterteams Hohenbarnekow